Hi Markus,
ja - das ist wirklich ein Trauerspiel. Der absolute Hohn wäre nun noch, wenn das Armutsamt dem durch die "Konkurrenz" von Ich-AGs in die Pleite ge"dump"ten Händler das Angebot unterbreitete, er möge doch in einem anderen Geschäftsfeld eine Ich-AG gründen :-(
Letztlich ist es doch so: Selbständig macht man sich dann, wenn man eine tragfähige Geschäftsidee hat sowie die finanziellen Mittel, die Organisation und das Know-How, um diese Idee in der Praxis umzusetzen. Man macht sich aber nicht selbständig, weil man arbeitslos ist und vermeintlich keine andere Wahl hat - das ist der falsche Ansatz und auch unlogisch. Wenn schon gestandene alteingesessene Firmen mit langjähriger Erfahrung sich am Markt schwer tun, wie soll dann ein "kleiner" Einzelkämpfer damit zurecht kommen?
Um auf Siggis Fall zurückzukommen: Solange er sich nur neben der Schule / Ausbildung ein kleines Zubrot verdienen will, mag es noch angehen - als Ersatz für dieselben halte ich es für fatal. Dann lieber, wie Indronil schon sagte, höheren Schulabschluss nachholen und doch auf IT-Systemelektroniker gehen. Das ist ein schöner Beruf, und die Aussichten werden allmählich auch wieder besser, nachdem die IT-Branche ihre tiefe Krise um 2003 herum überwunden hat.
CU
Olaf