Ein Teil des BIOS jedes Compis enthält eine Liste von Sektor-Zylinder-Kopf-Kombinationen, die dieses BIOS betreiben kann. Damit die HD auch benutzbar ist im (praktisch) JEDEM Compi, sind die Maximalwerte der einbzelnen Listeneinträge (also a Sektoren, b Zylinder, c Köpfe) in dieser Liste für DIESES BIOS fest vorgegeben. Im engsten Sinne des Wortes "jede beliebige Kombination" dieser Ziffern a, b und c ist nicht möglich - weil es ja funktionieren soll, möglichst mit JEDEM Compi.
Einige Rechner sprich BIOSse sind neueren Datums als andere, sollte in der Zeit dazwischen der techn. Fortschritt so weit vorangekommen sein, daß z.B. doppelt so große Platten möglich sind als bisher, deren "innere Daten" aber die bisherige Maximalanzahl a, b und c übersteigen, tüfteln die Hersteller von HDs, Rechnern und BIOSsen eben eine neue Verwaltungsmethode für solche großen HDs zusammen aus. D.h., es wird eben dann eine neuer "Standard" geboren. Die BIOS-Hersteller müssen dann zusehen, das die bisherigen "Methoden" und dazu die neuen in die daraufhin erscheinenden BIOSse konfliktfrei zusammengeführt werden.
Das Problem ist aber, WIE en detail dann so eine neuer "Standard" aussehen wird. Ist wohl so ohne weiteres nicht absehbar. Wenn dann dazu der eine oder andere Hersteller noch sein eigenes Süppchen kocht und meint, die anderen sollen sich dran halten (JEDE Firma versucht das mehr oder weniger), und diese "Süppchen" sind dann untereinander unverträglich - tja, dann haben wir das Chaos.
Letzlich hat das damit zu tun, daß irgendwann die immer größer werdenden a, b, und c (bzw. deren Dual- oder Hexzahldarstellung) ein Byte mehr benötigen als Platz reserviert wurde. Solche zu großen HDs werden dann in falscher Größe oder gar nicht erkannt.
Also: JEDES BIOS (auf dem MoBo selber oder auf einer ggf. extra Steckkarte untergebracht) bestimmt, welche Platten welcher Größe dieses BIOS betreiben kann. Kleinere sind normalerweise problemlos, ganz und gar nicht aber noch größere. Kommen dann irgendwann größere HDs als bisher üblich bzw. möglich, dann muß das BIOS für jeden konkreten Rechner entsprechend angepaßt werden (=die bisherige muß mit der neuen Version überschrieben werden). Je älter das MoBo, desto unwahrscheinlicher ist, daß die jeweiligen Hersteller sich damit noch beschäftigen und neue BIOS-Versionen auch für die ganz alten Rechner aktuell halten.
Nun sitzt zwar der EINGENTLICHE HD-Controller auf der Platine der HD selber, nicht auf dem MoBo oder einer Steckkarte, trotzdem muß das MoBo-BIOS mit den Daten der jeweiligen HD etwas anfangen können. I.d.R. gaukelt der Controller auf der HD-Platine dem MoBo-BIOS ganz andere Daten vor, als tatsächlich vorhanden sind. Da aber die exakte "Übersetzung" der vom MoBo-BIOS angeforderten HD-Speicherzellen in das, was tatsächlich auf der HD-Oberfläche wo ganz genau liegt, auch ganz genau bekannt ist (und sich auch nicht ändert), funktioniert das nach außen hin problemlos. Bei EIDE-Platten muß man das sehen als "Kompatibilität in die Vergangenheit". Man könnte die Sache recht viel zeitgemäßer, moderner und effektiver gestalten, dann aber wären die älteren PCs nicht mehr benutzbar. IBM hat sowas ähnliches mal versucht, ist damit aber auf die Schnauze geflogen.
Das BIOS hat schom immer die für dieses Mobo, auf dem es drauf ist, maximal verwendbare HD-Größe vorgegeben und daran wird sich wohl so bald auch nichts ändern.