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Laufwerksbuchstaben bei Wechselrahmen

Anonym / 14 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallo Leute,
vielleicht weiss ja von Euch jemand eine Lösung ?
Situation :
XP Pro SP2, aktuelle Patches
2 interne HDs, Laufwerke C bis I
2 DVD Laufwerke, Y und Z
2 IDE Wechselbays an Silicon Image PCI Controller, jeder an eigenem Kanal
8 IDE HDs in dazugehörigen Wechselrahmen, als Cable Select gejumpert, nur Datenpartitionen für Backup
Problem : Wenn ich nur eine einzelne Wechselplatte verwende, geht alles, egal in welchem Rahmen.
Bei gleichzeitiger Verwendung beider Rahmen macht Windows Probleme beim Booten und sucht ewig auf den Wechselplatten rum, meistens ohne Ergebnis. Manchmal (selten) geht's dann doch.
Bisher schon ausgeschlossen durch Tausch : Netzteil, Board, Controller, Wechselbays, Rahmen, Kabel, Festplatten
Vermutung: Zusammenhang mit der Laufwerksbuchstabenvergabe durch XP
Für jeden Lösungsansatz wäre ich mehr als dankbar, habe schon tagelang experimentiert und im Netz gesucht.
Nette Grüsse,
Rhino

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Tilo Nachdenklich Anonym „Laufwerksbuchstaben bei Wechselrahmen“
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Ich zähle mal einfach ein paar bekannte Problem auf, weiß aber nicht was bei Dir anliegt.

Die Frage ist, auf wievielen Festplatten hast Du Windows XP installiert, bzw. startfähig WinXP abgelegt?

Windows XP mit NTFS-Dateisystem kreiert einen Festplatten-GUID und legt ihn im MBR ab und verquickt ihn mit Partitionierungsdaten in der Registry. Wenn die weiteren WinXP-Installationen auf dem Weg übers Klonen (Backup) entstanden sind, dann passen beim Computerstart die GUID-Daten im MBR (Individualität der Festplatte) nicht mit dem anderen GUID in der Registry zusammen. Man muss dann den MBR mit einer DOS-Startdiskette löschen (WinXP-Boardmittel funktionieren nicht). Start von Diskette und am DOS-Prompt fdisk /mbr eingeben, Neustart ohne Diskette.

Ev. muss noch über die Reparaturkonsole die boot.in erneuert werden:
Windows mit Windows-CD starten.
r für Wiederherstellungskonsole. Administratorpasswort oder Enter. Du musst stets nur die eine richtige Startpartition angeben, in der Regel 1 eintippen. Und Du musst mit j für Ja bestätigen, mit anschließender Enter-Taste.
Dann der Befehl:
bootcfg /rebuild (Klappert manchmal 20, 40 Minuten oder länger alle Partitionen ab, üblicher Weise geht es aber sehr flott.)
Wenn dann die Partition(en) gefunden ist (sind), wird der Zugang repariert, aber zuvor musst Du noch Fragen beantworten.
Ladekennung: Microsoft Windows XP Home Edition (oder eine andere passende Angabe)
Ladeoption: /fastdetect (mit Leerzeichen vor dem /, wie bei Parametern üblich)
Danach exit!

Damit Partitionen starten
1) muss im Bios die Bootreihenfolge passen,
2) muss die Partition sichtbar und aktiv sein (Partitionierungstools, z.B. Notfalldisketten von PartitionMagic...für große Festplatten eine Win98-Startdiskette verwenden, altes DR-DOS tut es nicht!),
3) Oft ist es günstig, wenn die Startpartition vorn auf der Festplatte liegt, ev. ist die Bios-Behandlung vom erweiterten INT13H fehlerhaft/deaktiviert. Grenze bei 7,8 GB.

Das Tool testdisk stellt Partitionen wieder her UND NEBENBEI schaltet es alle Partitionen auf anzeigen und setzt die erste Partition der Festplatte auf aktiv (startfähig).

Windows legt seine Startdateien boot.ini, ntldr, NTDETECT.com stets auf der ersten sichtbaren Partition einer Festplatte ab. Wenn man eine Partition, die weiter hinten liegt, umkopiert und allein startfähig machen will, muss man diese Dateien auf die Partition kopieren.

Wenn Du nicht gerade Windows neu installiert hast und fürs Bekanntmachen der Festplatten mit WinXP eine Monatsfrist hast, dann kann Dir bei so vielen Festplatten die Windows-Aktivierung ziemlich den Nerv klauen. Unbekannte Festplatten (einzeln) verursachen 2 Aktivierungspunkte. 3 Aktivierungspunkte im Vierteljahr sind drin, dann musst Du zumeist in wenigen Tagen neu aktivieren. Wenn Du zu oft neu aktviertst im Laufe der Jahre, wirst Du von Microsoft am Telefon vernommen, die schalten Dich nur per Telefon frei.

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Anonym Tilo Nachdenklich „Ich zähle mal einfach ein paar bekannte Problem auf, weiß aber nicht was bei...“
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Hallo Tilo,
danke für die ausgiebigen Tips. Ist einiges Interessante dabei !
Mein eigentliches Problem ist viel simpler :
Ich möchte meine 8 oder irgendwann auch mehr IDE-Wechselfestplatten (nur Datenpartitionen) in beliebiger Kombination in den 2 Wechselbays betreiben können.
Einzeln funktioniert's, nur bei 2 Platten gibt's häufig Bootprobleme.
Netter Gruss, Rhino

2*XP auf den ersten beiden Partitionen vom primary master, wechselweise versteckt via Bootmagic, aber das ist nicht das Problem, das mach' ich seit Jahren auf all meinen Systemen.

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Tilo Nachdenklich Anonym „Hallo Tilo, danke für die ausgiebigen Tips. Ist einiges Interessante dabei !...“
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Vielleicht ein Hardwareproblem...gar nicht so selten bei Wechselrahmen, besonders solchen die lange außerhalb des PCs rumlagen. Die muss man ein paar mal rein- und rausschieben, bei stromlosem PC (Netzstecker ziehen sonst ist noch Standbye-Saft drauf, der Netzschalter trennt nicht richtig.)
Stell mal im Bios statt Automatik UDMA5 oder vielleicht zum Test erst mal nur UDMA4 ein.

Zu lange Kabel, geknickte IDE-Kabel oder schlechte Kontakte sind auch kritisch. Fette mal die Wechselrahmenkontakte mit Säureschutzfett (Bosch, für Autobatterien) ein. Nimm einen Q-Tipp. Ist besser wenn neue Wechselrahmen von Anfang an gefettet waren. Beim Computerstart (erst mal) immer nachschauen, ob die Festplatten im Bios erkannt werden.

Logisch kann es sein, dass manche Platten miteinander nicht harmonieren beim Cable-Select-Spiel. Die Startplatte sollte vielleicht besser als Master eingeschoben werden.

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Anonym Tilo Nachdenklich „Vielleicht ein Hardwareproblem...gar nicht so selten bei Wechselrahmen,...“
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Danke, Tilo,
gute Wartungstips, aber Hardware ist's wohl hier nicht. Platten werden einwandfrei erkannt, seh' ich beim Booten.
Die Bootplatte ist NICHT im Wechselrahmen (lies' bitte noch mal meinen ursprünglichen Post).
Es handelt sich fast sicher um ein Windows-Problem mit der Laufwerksbuchstabenvergabe.
Gruss, Rhino

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Anonym Nachtrag zu: „Danke, Tilo, gute Wartungstips, aber Hardware ist s wohl hier nicht. Platten...“
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Ach ja, die ständigen 2 HDs (am onboard Controller) sind ganz konventionell als Masters gejumpert, die DVDs als Slave.
Nur die Wechselplatten als CS, macht aber keinen Unterschied, da pro Kanal des SI IDE Controllers eh' nur je ein Wechselbay hängt, sonst nix.
De facto laufen diese Platten als Master. Sieht man beim Booten.
Auch eine Hardwareunverträglichkeit der Platten kann ich mir nicht vorstellen, sind erstens alles 7200er Maxtors und zweitens hängt ja jede einsam an ihrem eigenen Kanal.
Bei meinem bisherigen System (Intel 850 Chipset mit Highpoint Controller) waren die Probleme identisch.
Netter Gruss, Rhino

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Tilo Nachdenklich Anonym „Ach ja, die ständigen 2 HDs am onboard Controller sind ganz konventionell als...“
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Nun weiß ich auch nicht mehr weiter. :-(

Vielleicht noch eine Sache, Windows auf NTFS versucht (zumindest) die Festplattenbuchstaben beizubehalten, man kann sie aber neu vergeben. Aber es sind max. 28 Laufwerksbuchstaben möglich. Ich weiß nicht, wie viele Partitionen (die werden ja eindeutig identifiziert und in der Registry abgelegt und zwar für jede Platte und Partitionierung mit der der Computer - die Registry - mal in Kontakt war) bei Dir zusammenkommen, da mag es eine Grenze geben.

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Anonym Tilo Nachdenklich „Nun weiß ich auch nicht mehr weiter. :- Vielleicht noch eine Sache, Windows auf...“
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Hallo Tilo,
Du scheinst auch nicht so leicht aufzugeben ? Gefällt mir !
Langsam kommen wir näher, glaube ich.
Weisst Du irgendeinen Link, wo das Thema Lwbs und Registry gründlich behandelt wird ?
XP merkt sich die einmal vergebenen Lwbs für die Wechselplatten, obwohl die alle nur FAT32/logisch sind.
Hier liegt wohl irgendwo der Hase in der Pfefferrahmsosse.
Ideal wäre, wenn man der BAY und nicht der HD einen Lwbs zuweisen könnte, ähnlich einem CD Laufwerk.
Vielen Dank für Dein Interesse,
Rhino

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Anonym Nachtrag zu: „Hallo Tilo, Du scheinst auch nicht so leicht aufzugeben ? Gefällt mir ! Langsam...“
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Mir ist's nämlich vollkommen egal, auf welchem nicht belegten Lwbs eine Wechselplatte liegt, der kann gern auch von Fall zu Fall wechseln.
Gruss, Rhino

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bollerman Anonym „Mir ist s nämlich vollkommen egal, auf welchem nicht belegten Lwbs eine...“
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hallo profirhino

Und wenn man Platz für 2 Wechselrahmen hat, dann geht ja sowieso alles ja noch viel viel einfacher.

Und besonders dann, wenn man seine Wechselrahmen folgendermaßen verbaut.
1. Wechselrahmen auf Primary Master
2. Wechselrahmen auf Secondary Master
(und es ist dann ja auch logisch - alle Platten werden dann als MASTER gepumpert - und alle Festplatten werden dann nur noch als Wechselplatten zubereitet)

Und wenn dann allen Festplatten auch noch die gleiche Anzahl Partitionen haben - so z.B. dann 4 Partitionen - und vielleicht gibt es dann auch noch, so wie im allgemeinen üblich, 2 DVD/CD Laufwerke, so sieht es dann bei nur einem belegten Wechselrahmen dann nachher so auf dem Arbeitsplatz aus:


Lokaler Datenträger ( C: )
Lokaler Datenträger ( D: )
Lokaler Datenträger ( E: )
Lokaler Datenträger ( F: )
CD-RW-Laufwerk ( G: )
DVD-Laufwerk ( H: )



Und wenn dann beide Wechselrahmen belegt sind dann sieht es so auf dem Arbeitsplatz aus:

Lokaler Datenträger ( C: )
Lokaler Datenträger ( D: )
Lokaler Datenträger ( E: )
Lokaler Datenträger ( F: )
CD-RW-Laufwerk ( G: )
DVD-Laufwerk ( H: )

Lokaler Datenträger ( I: )
Lokaler Datenträger ( J: )
Lokaler Datenträger ( K: )
Lokaler Datenträger ( L: )



Grundsätzlich bereitet man dann aber bei dieser Konfiguration alle meine Festplatten nur zu, wenn sie sich im Wechselrahmen von Primary Master befinden, und der 2. Wechselrahmen bleibt dann während der Zubereitung immer unbelegt.

Auch wenn dann noch ein weiteres Betriebssystem auf eine andere Festplatte installiert werden sollte - dann kommt die betreffende Wechselplatte in den Wechselrahmen von Primary MASTER - und der 2. Schacht bleibt dann auch so lange unbelegt - bis das Setup abgeschlossen ist. __________________________________________________________________________________


So kann man dann nachher natürlich jede x-beliebige Wechselplatte in den ersten Schacht einschieben, dann werden die Partitionen auch immer richtig der Reihe nach erkannt als: C:,D:,E: und F:.

(und die CD- und DVD-Laufwerke behalten dabei auch immer ihren festen Buch G: + H:. )

Möchte man dann auf die Daten von einer anderen Festplatte zugreifen, na dann schiebt man diese Platte dann halt in den 2. Wechselrahmen ein.
Nur weil die Partitionen dann von der dabei genommenen Platte auch C:,D:,E: und F: sind, dann erkennt Windows XP die Situation - und alle Partitionen doppelt wäre dann ja auch ein unübersichtliches Chaos, als vergibt dann Windows in so einem Fall dann die folgenden Buchstaben hinter ( H: ) dann also I:, J:, K: und L:.
Und so bleibt es dann. Auch wenn man sie 100 mal wechselt oder kombiniert.


Und wer es dann vielleicht noch nicht wissen sollte, so eine Festplattenkonfiguration (primary Master + secondary Master) hat dann auch noch einen weiteren Vorteil beim Datentransfer. Und der Vorteil beträgt dann sogar bis zu 17% und mehr gegenüber anderen Festplattenkonfigurationen.

Hoffentlich kannst du hiermit noch etwas anfangen. mfG bollerman

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Anonym bollerman „hallo profirhino Und wenn man Platz für 2 Wechselrahmen hat, dann geht ja...“
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Hallo bollermann,
danke für die Anregungen, aber Du beziehst Dich auf eine ganz andere Problematik.
Vgl. bitte meine früheren Posts, da habe ich mein System ausführlich beschrieben.
Alles was ich will ist im Prinzip, die Wechselplatten wie riesige CDs fürs Backup verwenden. Bei dieser Analogie wären die Bays dann 2 CD-Laufwerke.
Mir persönlich sind die Lwbs dann herzlich wurscht. Entweder so, dass jede Bay einen konstanten Lwbs hat, oder meinetwegen vergibt XP sie spontan nach Lust und Laune.
Solange meine festen Buchstaben fest bleiben ...
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Kann mir vielleicht jemand sagen, woran XP die Festplatten erkennt (bei identischen Platten) ? Haben die sowas wie 'ne Seriennummer oder wie 'ne Mac-Adresse ?
Kann ja nicht sein, dass XP 'ne Kennung auf die Wechselplatte schreibt, sonst gäbe es ja nur noch Chaos, wenn die Platte mal in 'm anderen Rechner steckt.
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Wo in der Registry werden die Platten denn gespeichert ?
Eine Stelle hab' ich schon gefunden :
HKLM\SYSTEM\MountedDevices
und
HKLM\SYSTEM\MountedDevice1
Kann halt mit diesen doofen CLSIDs nix anfangen
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Fragen über Fragen ...

Danke an alle Helfer,
Rhino

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Olaf19 Anonym „Hallo bollermann, danke für die Anregungen, aber Du beziehst Dich auf eine ganz...“
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> Kann mir vielleicht jemand sagen, woran XP die Festplatten erkennt (bei identischen Platten) ?
> Haben die sowas wie 'ne Seriennummer oder wie 'ne Mac-Adresse ?


Könnte man so sagen... schau mal hier: "Globally Unique Identifier" - so etwas haben auch Festplatten.

CU
Olaf

Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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Anonym Olaf19 „Globally Unique Identifier“
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Hallo Olaf, danke !
Damit wäre das geklärt. Schöne neue Welt !
Habe mittlerweile einen recht guten Artikel in c't 9/05 gefunden zum Thema Lwbs.
Hätte ich auch früher draufkommen können.
Werde übers Wochenende mal bisschen experimentieren.
Gruss, Rhino

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Tilo Nachdenklich Anonym „Hallo Tilo, Du scheinst auch nicht so leicht aufzugeben ? Gefällt mir ! Langsam...“
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Die Laufwerksbuchstabenverwaltung auf NTFS-Dateisystemen (MBR und Registry) wird in diesem c't-Artikel erläutert:
www.heise.de/kiosk/archiv/ct/2005/9/184


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Anonym Tilo Nachdenklich „Die Laufwerksbuchstabenverwaltung auf NTFS-Dateisystemen MBR und Registry wird...“
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Hallo Tilo,
danke, das ist der Artikel, den ich meinte.
Schönes Wochenende,
Rhino

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