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Benzinverbrauch beim Ausrollen

Achim20 / 24 Antworten / Baumansicht Nickles

Folgende Situation: Von weitem sehe ich, dass die Ampel auf rot springt. Ich nehme sofort den Fuß vom Gas und lasse nur noch rollen. Stimmt es, dass der PKW mehr verbraucht, wenn man zusätzlich auskuppelt? Sollte man den Gang drin lassen? So wurde es nämlich im Fernsehen mal behauptet, aber die Drehzahl ist ohne Gang doch viel niedriger.

FUMANCHU4EVER
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Lukas9Gelöscht Achim20 „Benzinverbrauch beim Ausrollen“
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Ich meine, in der AutoBild etwas darüber gelesen zu haben. Wenn man den Gang drinlässt, aber Fuß vom Gas nimmt, wird eine sog. Schubabschaltug durchgeführt. Verbrauch: 0,0 Liter. Wenn man aber kuppelt oder Gang rausnimmt, erfolgt diese Schubabschaltung nicht und der Wagen verbraucht so Benzin.

PS: Falls ich total daneben liegen sollte, sagt es...

Etwas besseres als den Tod finden wir überall
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Hühnerschregga Lukas9Gelöscht „Ich meine, in der AutoBild etwas darüber gelesen zu haben. Wenn man den Gang...“
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hast recht
bei allen moderneren fahrzeugen (grob geschätzt jünger als 15 jahre) schaltet die spritzufuhr ab, wenn du bei eingekuppeltem gang den fuß vom gas nimmst. du verbrauchst also 0,0 liter - als gar nix - an treibstoff.
deswegen bringt es auch (im spritsparendem sinne gesehen) was, wenn mann beim bremsen auch mit runterschaltet und die kupplung kommen lässt.

mfg, Hühnerschregga

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App Hühnerschregga „hast recht bei allen moderneren fahrzeugen grob geschätzt jünger als 15 jahre...“
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Um das modern zu präzisieren: die Schubabschaltung gibt es nur bei Fahrzeugen mit Einspitzmotoren. Bei Vergasermotoren wird bei der angesprochenen Fortbewegung auch Benzin verbrannt.

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T-Rex Lukas9Gelöscht „Ich meine, in der AutoBild etwas darüber gelesen zu haben. Wenn man den Gang...“
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Falls ich total daneben liegen sollte, sagt es...
Du liegst nicht total, aber doch etwas daneben: Bei einem Verbrauch von 0 Litern Benzin geht der Motor aus, der braucht nämlich Benzin, um weiterhin zu laufen.

Wenn Du auskuppelst, dreht der Motor im Leerlauf, verbraucht also auch Benzin für den Leerlauf. Wenn Du nicht auskuppelst, sondern die Schubabschaltung verwendest, dreht der Motor schneller als im Leerlauf und verbraucht mindestens soviel Benzin wie für den Leerlauf. Durch die Schubabschaltung wird aber kein zusätzliches Benzin benötigt. Ergo: Für den Benzinverbrauch ist es egal, ob Du Schubabschaltung verwendest oder im Leerlauf rollst.

Für den Leerlauf spricht, daß der Motor nur die Leerlaufdrehzahlen erreicht, bei Schubabschaltung aber höchstens die zuletzt verwendeten Drehzahlen. Die Schubabschaltung ist also verschleißträchtiger.
 GrüßeT-Rex 
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Achim20 T-Rex „ Du liegst nicht total, aber doch etwas daneben: Bei einem Verbrauch von 0...“
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Eben, so denk ich mir das auch. Warum also diese Behauptung im Fernsehen (und auch in einem ADAC-Heft)?
P.S.: Mein Auto ist 19 Jahre alt. Dein Rat wäre also auskuppeln?

FUMANCHU4EVER
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JoJo! Achim20 „Eben, so denk ich mir das auch. Warum also diese Behauptung im Fernsehen und...“
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davon mal abgesehen, das afaik T-Rex recht hat, hätte er es nicht, wovon würden wir denn dann sprechen?

Mal angenommen, beim eingekuppelten Rollen würde der Motor nicht aufgrund der Verbrennungsexplosionen laufen, sondern aufgrund des rollens des Autos (was für ein Quatsch, aber egal), und beim Leerlaufrollen im Gegensatz dazu verbraucht er Sprit, da er sonst ja ausgehen würde, von war reden wir dabei denn bitte?

Im Leerlauf dürfte ein Motor so pro Stunde sicherlich zwischen 1-3 Liter, je nach Auto und Baujahr verbrauchen. Rollst Du also im Leerlauf für sagen wir mal 12 Sekunden auf die Ampel zu, verbrauchst Du in der Zeit etwa 0,01 Liter!

Wenn Du am Tag auf 100 rote Ampeln und geschlossene Schranken zurollst, könntest Du sagenhafte 1 Liter sparen.

Wenn Du aber sagen wir mal täglich 40 Sekunden an 30 Ampel stehst und überlegst, mache ich jetzt den Motor aus oder wird es gleich grün, verbrauchst Du ebenfalls 1 Liter Sprit!

Also, was tun sprach Zeus!



[Diese Nachricht wurde nachträglich bearbeitet.]

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xtom JoJo! „davon mal abgesehen, das afaik T-Rex recht hat, hätte er es nicht, wovon...“
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moin jungs,

nur der hühnerschregga hat recht, bei neueren autos, benziner mit einspritzer oder diesel, (bei vergasermotoren nich), gibbet die schubabschaltung, d.h. es wird def. kein sprit mehr zugeführt und man rollt weiter aufgrund der kinetischen energie die das rollende fahrzeug nu mal hat. im leerlauf oder ausgekuppelt mit gang drin dagegen wird weiter sprit verbraucht.

dat könnt ihr ruhig glauben, wenn ich auch sons n bissl blöd bin und von nix ne richtige ahnung hab, aber dat hab ich mal studiert....:-)

gruß

tom

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stoffi JoJo! „davon mal abgesehen, das afaik T-Rex recht hat, hätte er es nicht, wovon...“
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Prinzipiell stimm ich am ehesten der Aussage von Hühnerschregga zu.

Mein voriges Auto hatte so einen Bordcomputer, auch mit Momentanverbrauchsanzeige. Dabei hab ich folgendes beobachtet:

Jeder Gang hat eine Geschwindigkeitsgrenze, unterhalb derer die Schubabschaltung nicht wirksam ist.

Beispiel:
- im fünften Gang nur SA oberhalb ca. 75 km/h,
- im vierten oberhalb ca 55 km/h usw.

War die SA wirksam, wurde tatsächlich 0 l pro 100 km angezeigt, ansonsten so ca. 3 bis 4 l pro 100 km.

Es hätte (wenn die Anzeige so stimmte) keinen Sinn, im fünften auf die Ampel zuzurollen, da das Tempo dann schon zu niedrig ist.

Ansonsten - es ist sicher was dran an der Aussage "Die Schubabschaltung ist also verschleißträchtiger".

mfg stoffi
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App stoffi „Prinzipiell stimm ich am ehesten der Aussage von Hühnerschregga zu. Mein...“
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Gut beobachtet! ;) Diese Grenze liegt bei so ca. 1.500 rpm.

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App JoJo! „davon mal abgesehen, das afaik T-Rex recht hat, hätte er es nicht, wovon...“
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Man spart ja mit der Schubabschaltung nicht alleine beim Zurollen auf Ampeln, sondern immer, wenn man Geschwindigkeit gemächlich reduzieren will, wenn es über längere Zeit bergab geht usw...Die Schubabschaltung zu nutzen ist Teil ein Teil einer verbrauchsoptimierten Fahrweise. U.a. durch die Schubabschaltung bewege ich meinen 167 PS starken CLK mit 6,8 - 7,4l/100km! Und der schluckt, ohne dass man sich besonders anstrengen muss, bei "normaler" Fahrweise 10l.

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App T-Rex „ Du liegst nicht total, aber doch etwas daneben: Bei einem Verbrauch von 0...“
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Kleiner Tipp: Erst informieren , dann posten!

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mr.monkey T-Rex „ Du liegst nicht total, aber doch etwas daneben: Bei einem Verbrauch von 0...“
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Beim Ausrollen mit eingelegtem Gang verbraucht man 0,0 Liter.
Und das ist auch ganz logisch.

Im Leerlauf braucht der Motor logischerweise Sprit um am Leben gehalten zu werden,
bei eingelegtem Gang natürlich nicht, da die Bewegungsenergie vollkommen ausreicht.

Die Drehzahl spielt - entgegen der weitläufigen Meinung -
überhaupt keine Rolle was den Spritverbrauch anbelangt.
Einzig und allein wie weit du das Gaspedal trittst, ist dafür entscheidend.
(mal abgesehn von der "drehzahlabhängigen" SA)

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Achim20 mr.monkey „Beim Ausrollen mit eingelegtem Gang verbraucht man 0,0 Liter. Und das ist auch...“
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Bei eingelegtem Gang muss der Motor doch auch 'am Leben gehalten' werden? *verwirrt*

FUMANCHU4EVER
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out-freyn Achim20 „Bei eingelegtem Gang muss der Motor doch auch am Leben gehalten werden? verwirrt “
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Wird er doch - der eingelegte Gang sorgt dafür, dass der Motor durch die sich drehenden Räder angetrieben wird.
Bei einem Elektromotor könnte man das sogar zur Stromerzeugung nutzen; Straßenbahnen z.B. speisen so beim Bremsen wieder Strom ins Fahrnetz ein.

The conspiracy theory of society [...] comes from abandoning God and then asking: »Who is in his place?« (Sir Karl Popper, Conjectures and Refutations, 1963)
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Hardcore1 Achim20 „Benzinverbrauch beim Ausrollen“
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ich lasse sooft rollen-ausgekuppelt natürlich-als es geht(autobahnausfahrt,bergabfahrt.)eingekuppelt verliert das auto doch viel zu schnell an Geschwindigkeit.wenn ich mit 140 oder 150 kmh den gang rausmache und rollen lasse,rollt der noch 1-1,5 km.und im leerlauf brauch der doch nicht viel sprit.bilde mir ein,dadurch was einzusparen.

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Hühnerschregga Hardcore1 „ich lasse sooft rollen-ausgekuppelt natürlich-als es geht...“
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für diesen zweck (einfach rollen lassen und möglich weit kommen) ist auskuppeln natürlich praktisch. aber wenn du sowieso bremsen musst (rote ampel, 70-zone...) kannst du den wagen besser - und effektiver - mit motorbremse runterbremsen. verbraucht dann gar nix (wie gesagt bei neueren fahrzeugen).

aber die frage des thread-starters dürfte beanwortet sein ;)

mfg und gute nacht, Hühnerschergga

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xafford Achim20 „Benzinverbrauch beim Ausrollen“
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Google mal nach Schubabschaltung, da solltest Du sehr gute Erklärungen zu dem Thema finden.

Pauschalurteile sind immer falsch!!!
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stoffi xafford „Google mal nach Schubabschaltung, da solltest Du sehr gute Erklärungen zu dem...“
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wikipedia geht auch... :-)

http://de.wikipedia.org/wiki/Schubabschaltung

mfg stoffi

mfg stoffi
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Herminator Achim20 „Benzinverbrauch beim Ausrollen“
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Also..
Nicht nur neue Autos haben eine Schubabschaltung. Mein 80er (Bj.92) hat es auch. Sowie einige ältere Modelle auch. Beim Vergaser geht es nicht.

Wenn du den Gang drinlässt und auf die Ampel zurollst, dann wird die Schubabschaltung aktiv. Das heisst, es wird kein Sprit eingespritzt und der Motor wird quasi über die Rollbewegung vom Auto (Reifen => Getriebe => Kupplung => Motor) angetrieben. Aber nur oberhalb von ca 1200/1300 Umin. Unterhalb dieser Drehzahl wird wieder eingespritzt, da sonst der Motor absterben würde.

Kuppelst du aus und lässt das Auto rollen, dann sinkt die Drehzahl natürlich auch Standgasniveau und es wird eingespritzt.

Die Einspritzmenge im Leerlauf bei modernen Motoren beträgt allerdings nur ca 250ml pro Stunde!

Die Verbrauchswerte vom Bordcomputer sind aber nicht 100%ig die tatsächlichen Verbrauchswerte. Mein Lupo 3L hat auch ein BC. Der tatsächliche Verbrauch ist immer 0,2-0,3l unter dem angezeigten Verbrauch.
Beim Kumpel seinem A8 geht das noch weiter auseinander. Da ist der Unterschied weit über einen halben Liter.

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Hühnerschregga Achim20 „Benzinverbrauch beim Ausrollen“
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...wie ist das eigentlich mit dem spritverbrauch in niedrigem drehzahlbereich, wenn ich dann beschleunige?
wenn ich z.B im 4. gang von 30 km/h aufwärts beschleunige, dreht der motor ja sehr untertourig. Wie ist es dann mit dem Spritverbrauch?

normalerweise würde ich ja sagen, dass der verbrauch in niedriger ist, je niedriger die drehzahl ist.
Aber wie sieht das unter belastung aus? untertourig stottert der motor ja fast und muss dir kraft mit sehr wenig umdrehungen aufbringen...

hat jemand da ne ahnung?

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App Hühnerschregga „wenn wir schonmal bei motoren sind...“
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Je niedriger die Drehzahl um so niedriger der Verbrauch. Grundsätzlich denke ich mal. Es heisst ja, man fährt am besten, wenn man kräftig Gas gibt (3/4) und bei 2000 rpm schaltet.

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stoffi App „Je niedriger die Drehzahl um so niedriger der Verbrauch. Grundsätzlich denke...“
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Relativ gesehen wird das so stimmen. Bei 4000U/min sausen ja doppelt soviele "Portionen" Sprit durch den Motor als bei 2000U/min in der gleichen Zeit.

Allerdings darf man das sicher nicht 1 zu 1 sehen von der Menge her, da ja noch andere Sachen mit reinspielen (Motorbelastung, Gaspedalstellung etc.).

Man sollte sicher nicht über die Drehzahl des max. Drehmoments gehen, um den Verbrauch im Optimum zu halten.

mfg stoffi
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mr.monkey stoffi „Relativ gesehen wird das so stimmen. Bei 4000U/min sausen ja doppelt soviele...“
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"Bei 4000U/min sausen ja doppelt soviele "Portionen" Sprit durch den Motor als bei 2000U/min in der gleichen Zeit"
???!!! setzen, 6... :P
Das trifft - wenn überhaupt - nur im entfernten auf 2-Takter zu.
IM Motor eines PKW läuft immer noch Öl, kein Benzin *lol
Wie gesagt, die Drehzahl hat direkt nichts mit der eingespritzten Menge an Sprit zu tun.
Wenn du beim Ausrollen zurückschaltest ist es ja auch wurscht, ob der Motor mit 5000 oder 3000 dreht,
der Verbrauch ist in beiden Fällen 0.

Beim Beschleunigen im untertourigen Bereich ist der Spritverbrauch höchstens deshalb höher,
weil du im Verhältnis zur Leistung zuviel Gas gibst.
Ansonsten hat der Verbrauch aber nichts mit der anliegenden Drehzahl zu tun.
Einen Berg fährt man deshalb auch lieber im niedrigen Gang und dezent gedrücktem Gaspedal hoch,
als im sechsten und Vollgas.
Der Grund für geringeren Spritverbrauch bei höheren Gängen (längerer Übersetzung und niedrigerer Drehzahl)
liegt ganz einfach daran, daß du dann weniger Gas geben mußt, um die selbe Geschwindigkeit zu erreichen.
So begründet sich auch das "kräftig beschleunigen und früh hochschalten".
Heißt nichts anderes als schnell auf Geschwindigleit kommen, dann "rollen lassen".

mfg
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stoffi mr.monkey „ Bei 4000U/min sausen ja doppelt soviele Portionen Sprit durch den Motor als bei...“
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> IM Motor eines PKW läuft immer noch Öl, kein Benzin *lol

Das heisst dann also, dass der Sprit ausserhalb des Motors gezündet wird? Ja?

Ausserdem hatte ich geschrieben, dass es relativ ist und noch verschiedene Faktoren eine Rolle spielen, wie hoch die Spritmenge ist.
Bei SA ist sie nat. null, egal welche Drehzahl...

Wahrscheinlich ist der Thread schon zu lang, lasst es gut sein, ist doch schon alles durchgekaut...

mfg stoffi
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