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RFID und der Datenschutz - Appell an die Vernunft?

Olaf19 / 3 Antworten / Flachansicht Nickles
Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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haegar the horrible Olaf19 „Hi Borowitsch, irgendwie erinnert mich das Ganze an einen Spruch von Henning...“
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"Vernunft" sucht man bei Anwendern von IDs vergeblich. Unbestreitbar sind die Vorteile im logistischen Bereich. Es ist wohl unschlagbar, daß das Regal sich selber meldet "füll mich wieder auf!". Das kann der Barcode nicht.

Auch kann man relativ wenig dagegen sagen, daß die RFIDs auch als Diebstahlschutz dienen. Aber genau da fließt die Sache übergangslos in die "Überwachung" hinüber. Wer wie lange mit welchem RFID-versuchten Artikeln wo steht und dann damit wie lange wohin anders dann damit latscht etc, das sind alles Daten, nach denen sich die Marketing-Säcke die Finger lecken. So ähnlich wie bei Amazon "andere Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, haben sich auch für die folgenden interessiert...".

Daß die Firmen sowas wissen wollen, kann man verstehen. Aber nicht, daß sie sich diese Infos einfach so verschaffen.

Und: eine "Selbstverpflichtung" wird nicht funktionieren. Die Daten, die es abzugreifen gibt, sind ZU verführerisch. Da müssen einklagbare Rechte her. Auf jeden Fall MUß!! sichergestellt sein, daß bei Verlassen des Geschäftes die RFIDs unbrachbar gemacht werden. Denn sonst könnte es ja passieren, daß man in einem anderen Geschäft des Diebstahls verdächtigt wird, sofern dort derselbe Artikel auch verkauft wird. Außerdem geht es einen Laden nichts an, was ich in einem anderen gekauft habe.

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