Social Networking Sites wie MySpace haben Probleme mit Kinderschändern und Mördern, die solche Plattformen missbrauchen, um Kontakt zu Minderjährigen aufzunehmen. Der Zugang soll daher erst ab 16 möglich sein, eine Software soll dabei helfen.
Das Problem ist, dass die Jugendlichen zu oft echte Angaben über Alter, Wohnort und private Vorlieben machen. Dies wird von Kinderschändern ausgenutzt. Dutzende Kinder sind bereits belästigt worden, einige hat man sogar umgebracht. Eine Reihe von Staatsanwälten fordert nun den Zugang erst ab 16 zu erlauben, und nicht schon ab 14, wie das jetzt der Fall ist. Ein unmögliches Vorhaben, weil viele der Teenager bei der Altersangabe lügen, um "cool" zu sein.
Die kostenlose Software Zephyr soll dabei helfen: Eltern sollen dieses Programm installieren und können dann von jedem MySpace-User Name, Alter und Wohnort einsehen, zumindest das, was im Profil angegeben ist. So sollen sie erkennen können, ob ihr Kind falsche Angaben gemacht hat. Allerdings ist es wohl schwierig, das Kind überhaupt zu finden. Auf Ablehnung stößt die Software auch deswegen, weil diese Angaben privat sind und nicht von jedermann eingesehen werden sollten.
So bleibt das Problem der Altersbeschränkung wohl weiterhin bestehen und das Ansinnen der Staatsanwälte unerfüllt.
In Deutschland gibt es genau einen einzigen staatlich anerkannten Weg, um die Identität einer Person festzustellen: Das Postident-Verfahren, wobei die Post anhand des Ausweises oder Passes die Identität erfasst. Das wäre aber wohl für Sites wie MySpace das Ende.
Quelle: The Wall Street Journal