Die Transferrate des Leselaufwerkes hilft wenig, der Transfer geht nie schneller als das Ziellaufwerk schreiben kann.
Zudem: aktuelle Betriebssyteme lesen NIE linear ohne Pausen zwischendurch.
Warum?
Ein beliebiger Kopierprozeß muß auch auf schwächeren Systemen ohne Softwareänderungen problemlos laufen.
Auf einem PC mit IDE-Platten geht kein Direktkopieren von Laufwerk zu Laufwerk. Die Daten gehen von Leselaufwerk über den IDE-Controller, Southbridge, Northbridge ins RAM - und von da retour zur schreibenden Platte (läuft in der Praxis ebenso idiotisch wie sich's anhört, die Steinzeit der Datenverarbeitung läßt grüssen). Zudem läuft der Transfer immer nur in eine Richtung, entweder Lesen ODER Schreiben, was die theoretische Dauertransferrate schon mal halbiert. Deshalb müssen beide Platten beim Lesen bzw. Schreiben auch mal aufhören, Zugriffe benötigen die Platten nicht, aber Latenzzeit. Für lineares Lesen und Schreiben (ein Prozeß mit 1,7GB Transfergröße) müßten hier natürlich auch 1,7GB freier RAM verfügbar sein. Das gänge dann zwar schneller, würde aber schon den Gedanken an Multitasking verbieten, weil das System schon sehr stark ausgelastet ist.
Das Betriebssystem teilt diesen Auftrag also in mehrere kleine Blöcke auf. Es erzwingt auf diese Weise die Möglichkeit zum Multitasking, wozu IDE von sich aus nicht fähig ist.
Bei SCSI sieht's zwar etwas besser aus, aber aus Kompatibilitätsgründen zum IDE-PC gelten hier ähnliche Beschränkungen.
Direktkopieren von Laufwerk zu Laufwerk ist bei SCSI kein Problem, weder der Hostadapter noch das System sind an der Übertragung der Nutzdaten beteiligt. Aber aus Kompatibilitätsgründen wird auch hier der eine große Prozeß vom Betriebssystem in mehrere kleine aufgeteilt. Aber die SCSI-Platten lesen von sich aus ebenfalls nicht linear. Bei SCSI werden die Daten immer aus dem Cache übertragen. Ist der Cache voll meldet sich das Quelllaufwerk selbständig am Bus an (ohne den Hostadapter um Erlaubnis zu fragen!) und überträgt nach erfolgreicher Arbitrierung den Cacheinhalt direkt zum Ziellaufwerk und meldet sich danach sofort wieder vom Bus ab. Das Füllen des Caches dauert länger als die Übertragung der Daten, es bleibt hier also auch noch genügend Zeit für andere Geräte um Daten zu übertragen, Multitasking muß nicht wie bei IDE vom System erzwungen werden, sondern wird von SCSI direkt unterstützt. Während der Datenübertragung aus dem Cache dreht die Platte natürlich weiter, es fällt also auch hier wieder Latenzzeit an, von maximaler Dauertransferrate kann also auch hier nie die Rede sein.
Ein nicht LVD-tauglicher SCA-Adapter scheidet als Ursache aus, dann müßten zumindest 37MB/s (theoretisch 40MB/s) kommen, der Rest geht für den Kommando-Overhead drauf.
Die maximalen Transferraten, egal welcher Geräte, sind immer rein theoretischer Natur und kommen in der Praxis NIE vor.
Ich halte die 16-17MB/s für einen sehr guten Wert, die meisten SCSI-Systeme sind langsamer, IDE rangiert beim Kopieren weit abgeschlagen mit allerhöchstens 7-8MB/s, meist noch weniger, und gigantischer Systemlast.