Klar, eine Anzeige wegen Nötigung und auch Gefährdung des Straßenverkehrs wäre angebracht gewesen, aber nicht wegen fahrlässiger Tötung. Man konstruiere doch nur mal diesen Fall: 35 jähriger Mann fährt auf vorfahrtsberechtigter Straße und von rechts kommt eine Mutter mit Kind angeschossen kommt durch sportliches, abrupptes Bremsen noch rechtzeitig zum stehen (beobachtet man ja oft). Der Mann auf der Vorfahrtzstraße geht davon aus, die Frau würde nicht anhalten und ihm in die Karre krachen. Er erschrickt, will ausweichen, prallt gegen einen Baum, in den Gegenverkehr oder was auch immer. Ist die Frau wegen fahrlässiger Tötung zu belangen?
Oder der Bankräuber, bei dessen Überfall eine Kassiererin einen Herzinfarkt erleidet. Wird der dafür auch bestraft?
Auch wenn manche Schmalspurhirne mich nun als Anwalt des Autobahnrasers bezeichnen, so plädiere ich eigentlich nur für Rücksicht, Besonnenheit, Fairness und der Fertigkeit ein KFZ zu bewegen (auch ein Thema. Wie oft sehe ich Fahrschulautos, die grobe Fehler machen. Kann ja nix werden...). Das schließt Drängeln, Nötigen, Behindern und Rücksichtsosigkeit aus. Wer irgendwelche Klischees auf mich projezieren möchte, der sei herzlich zu einer Spazierfahrt an meiner Seite eingeladen. Die geschundenen Seelchen könnten dann mal wieder ein wenig entspannen.
Gruß
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